Leiterwochenende

(25. bis 27.11.2005)


[Fotoalbum]

Das diesjährige Leiterwochenende fand bei Jutta Barthold, unserer ehemaligen Kuratin, in Kleinbüllesheim in der Eifel statt. Insgesamt 15 Leiter trafen am 25.11. zwischen 17 und 21 Uhr dort ein, um ein Themenwochenende mitzumachen. Das Oberthema lautete: "Leitersein bei uns im Stamm – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft". Der Vorstand hatte sich dazu viele Gedanken gemacht, doch bevor wir starteten, gab es erst mal Abendessen, damit auch alle gestärkt an die Arbeit gehen konnten. Dann begannen wir mit drei Spielen zum Aufwärmen, unter anderem "Bauklötzchenbauen für Fortgeschrittene". Kleingruppen mussten ohne sprechen zu dürfen ein gemeinsames Bauwerk herstellen. Wir hatten ziemlich viel Spaß, denn: Wie kriegt man seinen Partnern wortlos erklärt, dass man dort, genau an eine Stelle, bitteschön einen Turm bauen möchte??? Lautlose Wutausbrüche sind sehr unterhaltsam anzusehen!

Der Einstieg ins eigentliche Programm hatte das Thema: "Was waren Pfadfinder für mich als Kind/Jugendlicher? Wie ist es heute? Was hat sich geändert?" Auch dieses Thema wurde in Kleingruppen bearbeitet. Bei der Besprechung stellte sich heraus, dass für die meisten nur positive Aspekte hinzugekommen sind. Die Verantwortung wird auch meist positiv bewertet. Anschliessend wurde über das Thema noch in offener Runde weiterdiskutiert. Es kamen interessante und wichtige Aspekte zum Vorschein, und wir feilten auch Verbesserungsvorschläge heraus. Diese Runde dauerte bis nach 1:00 Uhr morgens! Wir fielen erschöpft in unsere Schlafsäcke, und schliefen den Schlaf der Gerechten.

Anscheinend zu gut, denn das für 8:00 Uhr angesetzte Frühstück musste wegen Verschlafens auf 9:00 Uhr verschoben werden. Das Programm ging erst um 10:30 Uhr weiter. Zuerst bearbeiteten wir in der großen Runde noch die restlichen Themen vom vergangenen Abend, dann sollten in Kleingruppen Werbespots für die Pfadfinder dargestellt werden. Das Motto hierfür war: "Du bist Baden Powell" und brachte drei völlig unterschiedliche, aber witzige und inhaltsschwere Spots zum Vorschein. Es wurde viel gelacht! Der Vorstand schrieb sich zu jedem Spot Stichpunkte auf, die später mit allen besprochen wurden. Dann gründeten wir einen Arbeitskreis Werbung, der mit Hilfe der Stichpunkte Werbung für unsere Jugendstufen und Leiter entwickeln soll. Diese Werbung soll bis Ostern gelaufen sein, mit dem Ziel, zehn neue Mitglieder zu bekommen, um unsere Leitersituation zu entschärfen. Da es schon nach 13:00 Uhr war, gab es endlich Mittagessen und eine ausgedehnte Mittagspause! Jede Menge Salat stärkte uns für die Dinge, die da am Nachmittag kommen sollten.

Um 15:30 Uhr setze Jo das Programm fort, diesmal unter dem Oberthema: "Arbeitskreise – Welche Aufgaben haben sie? Wie sollten sie idealer Weise arbeiten?" Zuerst machten wir ein Spiel, bei dem wir mit unserem Raumschiff auf einem Planeten gestrandet waren. Das Raumschiff war völlig zerstört worden, und wir mussten es wieder zusammensetzen. So weit, so einfach? Nicht, wenn man stumm geworden ist und die Augen verbunden hat! Also mussten wir uns vorher einen genauen Plan ausdenken, wie wir unser Schiff wieder flott bekommen (mit Schiff ist hier ein Gebilde aus mit Schnüren verbundenen Zeltstangen gemeint). Wir planten, verteilten gewissenhaft Aufgaben- und mussten hinterher mit anhören, wie die ganze Sache gnadenlos in die Hose ging! Hat aber trotzdem Spaß gemacht! Wer mal richtig lachen möchte, kann sich gerne die Filmaufnahmen vom Chaos angucken! Vor dem Abendessen wurde noch eine Aktion vorgestellt. 2007 soll die Weltpfadfinderschaft den Friedensnobelpreis zum 100jährigen Bestehen verliehen bekommen. Wir sind angehalten, dazu nächstes Jahr noch Aktionen durchzuführen. Unsere Aktion wird eine Fahrt nach Auschwitz sein, um sich mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen und etwas für die Völkerverständigung zu tun. Die Leiterrunde war von dem Vorschlag sehr begeistert!

Unser Abendessen bestand aus einem feudalen Raclette-Essen, welches sich über Stunden hinzog. Gegen 1:00 Uhr in der Frühe bekamen wir von Jutta Barthold dann noch Führungen durch die 1000 Jahre alte Kirche und die katholische Kirche im Ort. Wir waren tief beeindruckt!

Unser letztes Thema am Sonntag war dann noch: "Jugendheim". Wie beschäftigten uns mit der Frage, mit welchen Aktionen wir Geld reinbringen können, um unser Jugendheim selber finanzieren zu können. Dank einer ungewöhnlichen, aber effizienten Methode hatten wir am Ende des Vormittags ein großes Plakat voller Ideen! In den nächsten Leiterrunden werden wir uns damit befassen, welche Ideen wir umsetzen und welche nicht.

Zum Abschluss gab es noch eine Reflexion, die alle Beteiligten davon überzeugte, wie schön es war. Wir haben viel gearbeitet, aber auch viel geschafft! Somit blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns darauf, was sie bringen wird!


Bilder

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