Sommerlager 3. bis 16. August 2003 in Frankreich


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Titelbild

Freitag, 01.08.03

Pünktlich um eins fuhr Oranna mit Christian F. nach Bonn zur Autovermietung, um unseren Transporter/Caravelle abzuholen. Mit einem kleinen Umweg über Köln ging es nach Wahlscheid zur Garage, um das Küchen-und Aufenthaltszelt einzuladen. Dann direkt zu Albrechts, um das restliche Material und Anhänger und Gepäck und Tina, Snethi, TD einzuladen. Um 17.00 Uhr ging es dann ganz los. Über Luxemburg, Metz, Nancy nach Besançon und dann weiter nach Mamirolle.

Da es zu dieser Zeit schon 2.00 Uhr war, konnten wir nicht auf unseren Zeltplatz und haben uns einen ruhigen Platz gesucht. In der Hoffnung, einen solchen gefunden zu haben, rollten wir Schlafsack und Isomatten aus. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass wir direkt neben einer Autobahnauffahrt lagen. Gewonnen! Zu allem Überfluss regnete es Bucheckern! Gerade eingeschlafen, wurden wir von TD mit den Worten ”Hallo! Oh Gott, die sind alle weg!“ aus dem Schlaf gerissen, und die Nacht war schon wieder zu Ende.

Tina und Oranna

Samstag, 02.08.03

Gut ausgeschlafen (na ja...) machten wir uns um halb sieben auf, um die Dorfkirche von Mamirolle zu suchen. Dort trafen wir uns mit dem Campleiter, der uns den Platz zeigte. Weiter ging´s zum Einkaufen unseres ersten französischen Frühstücks, welches aus Baguette, Croissants, Käse und Milchkaffee bestand. Dann bauten wir die ersten Zelte auf, was aufgrund der Hitze eine regelrechte Tortur wurde. Mit vielen Trinkpausen überstanden wir den Tag, doch der Aufbau dauerte viel länger als üblich.

Als alles fertig war, begannen wir zu grillen und rundeten das Essen mit Brot und Käse ab. Wir schliefen unter freiem Himmel und zählten Sternschnuppen.

Tina und Oranna

Sonntag, 03.08.03, in Mamirolle

Unser sanfter Wecker ”Daniel 2“, der das Tor reparieren wollte, weckte uns um 7.30 Uhr. Allerdings schliefen wir noch mal ein, um um 9.00 Uhr vom Tontaubenschiessen erneut geweckt zu werden.

Wir knöpften und knüpften schon mal die Seiten- und Dachplanen der Leiter-Oval-Jurte zusammen und banden Kreuz und zwei Dreibeine. Gegen Mittag frühstückten wir und machten ein wenig Siesta. Gegen 17.00 Uhr fuhren Oranna und Christian F. nach Mamirolle zu Kirche, um den Reisebus (welcher Verspätung hatte) abzuholen und auf den Platz zu lotsen. Währenddessen warteten Tina, TD und Snethi nervös auf die Ankunft der anderen im Lager.

Tina und Oranna

Sonntag, 03.08.03, Gaststätte ”Zur Baach“, Neuhonrath

8.30 Uhr, Treffpunkt Bushaltestelle. Tatsächlich waren alle 42 Busfahrenden so erstaunlich pünktlich, dass wir um Punkt 9.00 Uhr abfahrbereit waren. Kurze Ansprache von Sonja O. – und schon ging es los. Frenetisch winkende Mütter und Väter blieben zurück.

Alle zwei Stunden wurde Pause gemacht. Wölflinge und Juffis versuchten, in den Autobahnshops ihr gesamtes Taschengeld auf einmal zu verschleudern. Der erstaunliche Süßigkeitenkonsum in und außerhalb des Busses führte irgendwie trotzdem nicht dazu, dass jemandem schlecht wurde. Man ist eben einiges gewöhnt! Lustig schmückten einige sich im Gesicht mit angebissenen Gummibärchen, andere dösten vor sich hin.

Gegen 17.30 waren wir endlich in Mamirolle!

Christian F. und Oranna holten uns an der Dorfkirche ab und eskortierten uns mit dem Büschen zum Zeltplatz, den wir ganz für uns alleine haben!

Nach kurzer Entspannungsphase fingen die verschiedenen Stufen an, ihre Jurten aufzubauen. TD fiel ein dicker Stein vom Herzen, weil alle Zelte komplett waren. Nach einer Portion Ravioli und ersten Platzinfos ließen wir den Abend in Ruhe ausklingen. Die Steh-Klos wurden getestet, der Schlafsack ausgerollt und die leichte, kühle Brise genossen, die den von der Hitze geplagten Körpern etwas Ruhe verschaffte (Schönes Ende)!

Sonja H.

Montag, 04.08.03

Nachdem die Sonne schon um 7.30 Uhr erbarmungslos die Jurte aufheizte, standen wir auf. Der Küchendienst bereitete das Frühstück vor. Um 8.00 Uhr begannen wir den Tag mit einer Morgenrunde.

Damit auch die letzten endgültig wach wurden, schüttelten wir uns. Nach ein paar Infos zum Tagesablauf und zu organisatorischen Dingen ging es zum Frühstück. Da die Sonne weiterhin erbarmungslos die Temperatur in die Höhe trieb, hielten wir uns weitgehend im Schatten auf. Aufgrund der Hitze bestand das Mittagessen aus Broten. Danach war bis 15.00 Uhr Mittagsruhe.

Nach der Mittagspause begannen Dicki, Mark, Philipp, Woody und Florian H. den Bannerturm zu bauen. Derweil tobte am Waschhaus eine spontane Wasserschlacht. Abends gab es dann warmes Essen: Penne mit Tomatensauce und Salat. Da die Sonne inzwischen hinter den Bergen verschwunden war, spielten die Kinder Rugby, während TD das Lagerfeuer anzündete. Dort versammelten sich dann alle 47 Pfadfinder und beendeten den Tag mit flinken Händen und flinken Füßen.

Britta

O-Ton Christian F.:

”Wenn ein Franzose einen als ’schwuler Hammer‘ bezeichnet, heißt das dann, dass er den Schlüssel zurückbringt?“

(Der Franzose hatte ”Je vous le ramm´ne“ gesagt.)

Dienstag, 05.08.03

Feuer-Tag!

Passend zur feurigen Sommerhitze!

Der Bannerturm-Bau gestaltete sich mehr als schwierig: Felsbrocken wurde ausgebuddelt und am Nachmittag ragten als Ergebnis der Mühen 3 Pfähle in den Himmel. Einige Juffis und Wölfis spielten mit den übrigen Leitern im Schatten: Das Funker- Spiel, Pferderennen, Aramsamsam, Jack saß in der Küche mit Tina....

Sonja O. und Christian waren mit einem Trüppchen zum Einkaufen gefahren.

Mittags war wieder Siesta angesagt bevor gegen 15.00 Uhr die Feuer-Workshops starteten: Wachsfackeln bauen, Kerzen-Ziehen, Riesenkerzen, Feuerspucken. TD und Dicki schwitzten ganz schön beim Erhitzen des Wachses!

Nach seiner Rückkehr entwickelte sich unter Christians Leitung noch der Workshop: ”Feurige Rhythmen-Ich lerne Gitarre spielen!“. Wir hatten noch nie so viele Gitarren dabei wie in diesem Lager, und die Kinder hatten richtig Spaß, etwas herumzuklimpern und erste Griffe zu lernen.

Vor dem Abendessen ging´s beim Rugby noch einmal hart zur Sache.

Beim Abendessen gab es dieses Mal Reispfanne. Zum Abschluss eines gelungenen Feuer- Tages versammelten sich noch einige am Lagerfeuer. Es trauten sich sogar 2 neue Gitarristen, ihre ersten beiden Griffe zum Besten zu geben (Marcel Körner und Simon Czarnecki).

Dann ging es aber auch bald schlafen. Viele Kinder schliefen in dieser Nacht unter freiem Himmel und zählten Sterne bis zum Einschlafen. So ein feurig-heißes Lager hatten wir noch nie!

Sonja H.

Mittwoch, 06.08.03

Schwimm-Tag

Die Pfadfinder waren Schwimmen. Wir hatten viel Spaß. Die Sonne war Wahnsinn und manche haben Sonnenbrand gekriegt. Manche haben viel gekauft, z. B. Chips, Popcorn und Eis. Die Leiter waren sehr faul, die Kinder sehr oft im Wasser. Wenn ein Leiter kam, sind alle Kinder auf die Leiter gesprungen am meisten haben es Mark (50 Cent) und Philipp abgekriegt, die Juffis waren sehr fies und sind immer auf die Wölflinge gegangen.

Später sind die Leiter rausgegangen, da haben sich die meisten gelangweilt und die Pfadis waren noch langweiliger. Manche waren wasserscheu (denn sie sind nie ins Wasser gegangen). Dirk und Laura waren meistens zusammen, fast hätten sie sich geküsst aber es ging in die Hose. Es war sehr teuer, Popcorn hat dort 2 € gekostet. Die Pfadis mussten zu Fuß gehen, die Wölflinge zum Lager gefahren, wir haben draußen geschlafen und Fenja hat viel gelesen, dann haben wir alle die Sterne beobachtet, wir haben gesehen, dass es den kleinen Wagen gibt. Danach schliefen wir alle schnell ein.

Saskia und Nadine

Donnerstag, 07.08.03

Wasser-Tag!

Heute war der Wasser-Workshop-Tag! Da niemand Lust auf Morgenrunde hatte, haben wir nur ein Lied zum Start in den Tag gesungen. Nach dem Frühstück begannen die Wasser-Spielchen: Wasser-Hindernis-Staffel, Liedergurgeln, Apfeltauchen. Dicki scharrte eine tapfere Schar um sich, die den Bannerturm weiterbauten.

Nach der Mittagspause folgten die Workshops: Wasserorchester, Wasserfiltern, Naturwasserfarben herstellen und sich für die große Schlacht bemalen.

Als alle soweit waren, die Krieger fertig bemalt, gab es eine Riesen-Wasserschlacht am Waschhaus, nach der alle total durchnässt duschen gehen mussten, um die Farbe abzukriegen... Hat aber nicht viel genützt, die Kinder waren hinterher fast genauso schwarz wie vorher!

Zur Belohnung gab es dann ein gar fürstliches Abendessen aus Putengeschnetzeltem mit Reis. Nach dem abschließendem Lagerfeuer feierten wir noch kräftig in Philipps Geburtstag rein... und der nächste Tag begann.

Sonja O.

Freitag, 08.08.03

In der Morgenrunde wurde als erstes der Philipp mit einem Geburtstagsständchen besungen (auf Englisch, Deutsch und Französisch). Sonst wurde jeden Morgen eine Geschichte zu einem gewissen Thema vorgelesen. Aber heute hatten wir Post von Shmog bekommen. Christian F. las den Brief vor. Im Brief stand, dass jeder, der am Abend sein Versprechen ablegen wollte, mit seiner Gruppe eine bestimmte Aufgabe lösen musste. Von den Wölfis war die Aufgabe ein Feuer für´s Versprechen zu machen. Die Aufgabe der Juffis war es den Stamm mit Wasser zu versorgen. Die Pfadis mussten einen Schatz aus einem Moor bergen und die Leiter ein Lied dichten, was sie widerspiegelt.

Versprechensaufgabe der Pfadis

Anschließend wurde gepiept und schon ging´s an die Frühstückstische, die der Küchendienst schon gedeckt hatte. Nach dem Frühstück begannen die Versprechens-Juffis mit ihrer Aufgabe. Es waren 5 Juffis, also gab es 5 Zonen vom Waschraum bis zum Küchenzelt. Jeder Juffi bekam ein Handycap (blind sein, taub sein, armlos sein, einbeinig sein und lahm). In den Zonen waren Hindernisse aufgebaut. Die Juffis haben es geschafft, etwas Wasser bis zum Lager zu transportieren. Ab jetzt durfte der Stamm wieder etwas trinken. Und schon wurde zum Essen geklingelt. Heute gab es Obstsalat. Mitten im Essen kam Sonja O. zu den Pfadis und bat sie, in den Wald zu gehen um 5 Kinder zu suchen, die sich seit langem nicht mehr im Zeltlager blicken ließen. Also machten sich Philipp, Jonas, Florian und Anne auf den Weg um sie zu suchen. Nach ca. einer Stunde kamen die Pfadis wieder, jedoch ohne Erfolg. So beschlossen die Sonjas dass nun alle Pfadis und Leiter in den Wald gehen sollten um zu suchen. Alle Leiter holten ihre Handys und Uhren heraus. Es wurden Gruppen gebildet, die dann losgingen. Nach ca. 45 Minuten klingelten die Handys und es wurde berichtet, dass eine Gruppe die Kinder gefunden hatte. Die Kinder waren erleichtert als sie wieder am Zeltplatz waren.

In der Leiterrunde wurde beschlossen, das Versprechen auf den nächsten Tag zu verschieben. Die Pfadis bekamen dann auch noch ihre Aufgabe. Sie sollten einen Topf aus dem Meer bergen. Wenn irgendetwas den Boden berührt, ist es weg. Nach gründlichem hin und her Überlegen schafften es Jonas, Stefan A., Tobias S., Florian H., und Anne den Inhalt aus dem Topf zu holen (welch Wunder- die Halstücher). Das wurde gründlich gefeiert und Philipp K. wurde von den Pfadis auf den Boden gedrückt und nass gemacht.

Dann wurde angefangen zu grillen. Aber bis jeder satt war hatten wir 23.00 Uhr. Anschließend gab es noch Stockbrot. Um 23.50 versammelten sich ein paar Leute am Platz wo der Tim Rode schlief um in seinen Geburtstag reinzufeiern. Direkt um 0.00 Uhr sangen wir ein Geburtstagsständchen.

Anne

Samstag, 09.08.03

Heute konnten alle wieder etwas länger schlafen, so ca. bis 8.45 Uhr. Der Küchendienst fuhr zum Bäcker um 18 Stangen Baguette zu kaufen und der restliche Küchendienst deckte den Tisch. In der Morgenrunde sang dann die ganze Gruppe ein Geburtstagsständchen für den Tim Rode (Deutsch und Englisch).

Heute war aufräumen und faulenzen angesagt. Ein Teil (Sonja O., Sonja H., TD und Anne C.) machten sich auf den Weg um eine neue Gasflasche für Warmwasser zu kaufen, denn wir hatten seit 2 Tagen nur kalte Duschen. Und Lebensmittel fürs Wochenende. Zum Mittagessen gab es heute Joghurt und Äpfel. Anschließend legten sich ganz viele hin zum schlafen, denn ein Teil war über die Nacht mit der Laura im Krankenhaus gewesen, da sie einen Wespenstich am linken Oberschenkel hat und sie allergisch ist. Den Nachmittag bereitete sich jeder auf sein Versprechen vor oder man langweilte sich. Um 17.30 Uhr fing der Küchendienst an zu kochen. Heute gab es Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Gemüse. Nachdem alle gespült hatten, machten wir eine Müllkette vom Bannerturm bis zum Waschhaus. Da der Christian F. noch Müll gefunden hatte, mussten wir noch mal von unten nach oben gehen.

Um 21.00 Uhr sollten wir uns am Lagerfeuer treffen. Um ca. 21.30 Uhr waren alle da und es konnte anfangen. Alle gingen ganz leise hinter den Sonjas her, die uns zum Versprechensplatz führten. Auf dem Weg zum Platz waren überall Kerzen auf Steinen aufgestellt. Alle setzten sich auf eine Isomatte, die um die Feuerstelle herum lagen. In der Feuerstelle leuchtete aus Kerzen unser Ichtys-Fisch. Als erstes wurde ein Lied gesungen. Anschließend erzählten uns Sonja O. und Sonja H. eine Geschichte von einem Rucksack und einem Paar Wanderschuhe, die sich beschwerten, dass sie immer so zugestopft würden oder so weit laufen müssten. Aber am Ende waren sie doch froh dass sie mit auf Fahrten kommen, da es immer viel Spaß macht. Dann wurde mit dem Versprechen angefangen.

Matthias Walbert legte als einziger Wölfling sein Versprechen ab. Dann waren die Juffis dran (Vanessa K., Fenja, Kim-Uwe, Matthi G., Julian H.), die ein Gruppenversprechen ablegten. Anschließend wurde ein Lied gesungen was sich die Juffis gewünscht hatten. Dann wurde ein Text zu dem Element Erde vorgelesen. Danach gingen die Pfadis nach vorne. Auch sie machten ein Gruppenversprechen. Anschließend wurde auch ein Lied gesungen. Zum Schluss des Versprechens waren die Leiter dran. Bevor sie das Versprechen ablegen durften, mussten sie ihre Aufgabe noch dem Stamm präsentieren. Als erster Leiter war Jo an der Reihe. Dann war die Mel an der Reihe. Mitten im Versprechen fingen plötzlich die Kerzen an zu kochen und Gras brannte. Aber die Leiter haben gut reagiert und alles war wieder unter Kontrolle. Als nächstes war der Dirk dran. Am Ende seines Versprechens kamen ihm die Tränen und ein paar Stammesmitglieder mussten mit ihm weinen. Dann war Oranna dran. Zum Schluss war noch TD dran. Er hat eine kleine Geschichte von der Zeit bei den Pfadfindern geschrieben und vorgelesen. Dabei musste er auch weinen. Zwischen jedem Versprechen wurde ein Lied gesungen. Am Ende sind alle, die an diesem Tag ihr Versprechen abgelegt hatten noch mal nach vorne gegangen und jeder machte den Pfadfinder-Gruß mit einem ”Gut Pfad“.

Versprechen der Pfadis

Dann gingen alle wieder zum Zeltplatz, wo bis mitten in der Nacht gesungen wurde. Musikalisch wurden wir von Mäkkes und Woody begleitet. Dazu gab es Chips, Haribo u.s.w. Heute durfte jeder so lange aufbleiben wie er wollte.

Anne C.

Sonntag, 10.08.03

Tag der Erde

Nach der langen Versprechensfeier von Samstagabend schliefen heute alle etwas länger. Den Vormittag hatte jeder zur freien Verfügung.

Nachdem wir uns mittags mit Baguette und Obst gestärkt hatten, fanden am Nachmittag die Workshops zum Thema Erde statt. Im Angebot war: Bauen eines Erlebnisparcours, Kochen mit Naturmaterialien, ein Orientierungslauf mit Karte und Kompass und am Bannerturm wurde fleißig weitergebaut. Außerdem begann Snethi mit dem Bedrucken unserer T-Shirts.

Abends sollte es dann laut Speiseplan Milchreis mit Kirschen geben, doch da es in Frankreich keinen Milchreis gibt, gab es Spaghetti Bolognese.

Nach dem Abendessen mussten Oranna und Sonja O. noch mit Nadine Fischer ins Krankenhaus fahren.

Wir beendeten den Tag gemütlich am Lagerfeuer.

Britta

Montag, 11.08.03

Den Montag begannen wir um 8.30 Uhr mit einer sehr schönen Andacht zum Thema ”Der Weg“. Anschließend gab es Frühstück.

Da es, wie die vorigen Tage auch, bereits um 8.30 Uhr heiß war, hielten wir uns am Vormittag überwiegend im Schatten auf. Mit Baguette und Obst gestärkt ging es am Nachmittag los:

Die Wölfis machten einen Ausflug zum nahe gelegenen Dino-Zoo. Dort gab es viele Dinos in Lebensgröße zu bewundern und interessantes über sie und ihr Leben zu lesen. Doch noch interessanter als die Dinos und die Steinzeitmenschen waren der dazugehörige Spielplatz und vor allem der kleine Laden, in dem es Dinos in jeder Größe und Form zu kaufen gab.

7 Juffis und 3 Pfadis vergnügten sich währenddessen im Freibad. Zur gleichen Zeit fuhren Sonja O. und Oranna mit Nadine F. zur Kontrolle zum Arzt (sie hatte sich eine Blase gelaufen, die aufgegangen war. Und da sie wie die meisten bei dem sonnig-heißen Wetter barfuss lief, und der Dreck sich gut in der Wunde verteilte, entzündete sich das Ganze).

Damit waren nicht nur die Kinder an diesem Tag unterwegs, auch der Bus war den ganzen Tag im Einsatz, da er die Wölfis zum Dino-Zoo, Nadine zum Arzt und die Schwimmer zum Bahnhof fuhr und Nadine vom Arzt, die Wölfis vom Dino-Zoo und die Pfadis vom Bahnhof wieder abholen musste. Natürlich waren die Hin- und Rückfahrzeiten bei allen in etwa identisch.

Nadine kam vom Arztbesuch mit dickem Pflaster und Krücken zurück.

Abends servierte uns das Küchenteam Putengeschnetzeltes mit Reis – SEHR LECKER!!!!! Die Pfadis feierten abends noch in den Geburtstag von Stefan A. rein.

Britta

Dienstag, 12.08.03

Tag der Luft

Am Dienstag sangen wir noch vor dem Frühstück in der Morgenrunde ein Geburtstagsständchen für Stefan A. Er wurde 14 Jahre alt.

Heute war die Mittagsruhe kürzer und die Workshops begannen früher als sonst. Bis in den Abend hinein wurde

Nicht alle Workshops konnten ihre Werke zu Ende bringen. Die Drachen und die Boomerang-Bauer mussten ihre Arbeit unterbrechen.

Noch vor dem Abendessen musste Nadine mit ihrem entzündeten Fuß noch einmal zum Arzt. Diesmal kam sie Gott sei Dank nur mit einem Pflaster und ohne Krücken zurück. Auch Markus K. fuhr an diesem Tag mit zum Arzt. Er hatte sich bei Stolpern über einen Häring fast den Zehennagel abgerissen. Doch der Arzt musste den Nagel nicht entfernen. Außerdem war noch Duschen angesagt!

Wir anderen bereiteten unterdessen im Lager ein Lagerfeuer und Tschai vor, da wir an diesem Abend Besuch von französischen Pfadfindern bekommen sollten.

Als unser Besuch, älter, als wir erwartet hatten, pünktlich um 20.00 Uhr kam, empfingen wir sie in Kluft und Halstuch und verbrachten mit ihnen einen gemütlichen Abend vor dem Lagerfeuer.

Dort begrüßte Britta den Besuch auf Deutsch und Oranna übersetzte auf Französisch. Auch der Besuch begrüßte uns und erzählte, dass es ab Mittwoch nur noch regnen und gewittern solle (Toller Witz!!!). Britta und Oranna führten uns dann zweisprachig durch den Abend und wir sangen typische Pfadfinderlieder: Der Pfadfinder, Roter Wein im Becher, Riesenglück, Country Roads..., tanzten mit den Franzosen Tatuzita und schüttelten uns. Außerdem tranken wir den leckeren Tschai und sangen noch ein Geburtstagslied für Stefan A. auf Deutsch, Englisch und Französisch. Wie es unsere Pfadfindertradition verlangt, reichten wir unser Geburtstagskind natürlich auch noch durch und fielen anschließend über das ABM her. Nachdem wir den Besuch mit einer Abschlussrunde ”Nehmt Abschied Brüder“ und einem dreifachen ”Gut Pfad“ verabschiedet hatten, spielten Woody, Christian und Mekkes noch einige Lieder auf den Gitarren, zu denen die Leiter mitsingen und tanzen konnten.

Britta

Mittwoch, 13.08.03

Heute war Ausruhtag!

Ein kleiner Trupp ging nachmittags einkaufen und der Boomerang-Workshop sowie die Drachenbauer trafen sich noch einmal, um ihre Werke zu vollenden.

Vormittags überraschte uns ein Reporter einer ansässigen Regionalzeitung. Er wollte gerne ein Gruppenfoto von uns machen und stellte Sonja O., Sonja H. und Oranna ein paar Fragen über unser Thema und unsere Aktionen.

Seine Anwesenheit und sein Wunsch, ein paar Photos von uns zu machen, nutzten wir sofort. Wir zogen uns alle schnell Kluft und Halstuch an und posierten uns vor unserem Bannerturm. Nachdem er ein paar Bilder geschossen hatte, drückten wir ihm gleich einige unserer Photoapparate in die Hand, so dass wir selbst auch gleich ein Gruppenfoto aller Fahrtenteilnehmer hatten.

Den Rest des Tages konnte jeder so verbringen, wie er es wollte. Es wurde gelesen, Gitarre gespielt, gesungen, gespielt, geschlafen... Das Abendessen war diese Woche der Höhepunkt: TD und Dicki grillten! So gab es Würstchen, Koteletts, Salat, Baguette und Kräuterbutter, Folienkartoffeln.

Da am Himmel erste Wolken aufzogen, packten alle ihre Klamotten in die Rucksäcke, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Doch es regnete erst am frühen morgen, und so verbrachten alle 47 Neuhonrather Pfadfinder die Nacht wieder unter freiem Himmel!

Britta

Donnerstag, 14.08.03

Schon um 4.00 Uhr morgens wurden wir geweckt: Es begann zu regnen! Schnell wurden alle Kinder geweckt und alle zogen in ihre Zelte und schliefen dort auch recht schnell wieder ein. Nur einige mutige Leiter entschlossen sich, weiterhin draußen zu schlafen, da der Schauer recht schnell wieder aufgehört hatte. Um 6.45 Uhr wurden wir dann erneut geweckt: Es begann schon wieder zu regnen! Doch diesmal stärker, so dass alle Leiter aufstanden und sich anzogen (zum ersten Mal lange Hose, Wanderschuhe und Regenjacke!). Nun hieß es Zelte abspannen und nach den Kindern sehen. Als alle Zelte regensicher, alle Kinder wach, zum Teil auf den Beinen waren, hörte es auf zu regnen.

Da für den Tag Ausflüge für alle Stufen geplant waren, trafen sich alle Leiter zur Leiterrunde und Laura und Sonja O. fuhren Baguettes fürs Frühstück holen. Wir beschlossen, dass die Pfadis, wie geplant, in eine Eishöhle fahren sollten, die Juffis wie geplant Besançon besichtigen sollten und die Wölfis sich den Juffis anschließen sollten, da der Ausflug ins Freibad nun im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel. Da die bisher draußen stehenden Tische und Bänke nass waren, frühstückten wir mit allen 47 Mann auf Isomatten im Aufenthaltszelt.

Nach dem Frühstück fuhren dann die Pfadis mit dem Bus zur Eishöhle. Die Wölfis und die Juffis machten sich um 12.45 Uhr auf den Weg zum Bahnhof, um den Zug nach Besançon zu nehmen. Im Lager blieben Christian F., Mekkes, Britta und Dicki. Dicki nutzte den Tag, um den Bannerturm abzubauen.

Ausflug zur Eishöhle:

Nach 1,5 h waren alle Pfadis und Leiter (Philipp K., Oranna, Woody und Snethi) an der Grotte versammelt. Später stiegen sie dann, in Begleitung eines französischen Führers, in die Höhle hinab. Nachdem sie den ersten Schock der Kälte überwunden und sich ihre Pullover bzw. Jacken angezogen hatten, begann Oranna die Texte, die der Führer erzählte, zu übersetzen. Nach einer vergleichsweise kurzen Führung auf relativ schnell gesprochenem Französisch begannen die zitternden Pfadis mit ihren ebenfalls frierenden Leitern wieder den Aufstieg. An der letzten Stufe angelangt prallten sie auf die schwüle Hitze wie auf eine Wand. Nun, ihre Pullover wieder ausziehend, beschlossen sie, für jeden ein Eis zu kaufen. Sie fanden allerdings nur ein völlig überteuertes Restaurant und einen ganzen Haufen geschlossener Läden.

Da wir zu viele Leute für den Bus waren, musste unser Fahrer (Snethi) jede Tour zweimal fahren. Dieser fand auf der Rückfahrt der zweiten Gruppe dann doch noch einen geöffneten Supermarkt und kaufte sich und seinen Pfadis ein Eis, welches sie sich nach diesem ”coolen“ Ausflug auch reichlich verdient hatten.

Stefan A., Simon H., Florian H., Tobias S.

Eishöhle

Pfadis in der Eishöhle

Ausflug nach Besançon

Wir Leiter machten uns mit den Wölflingen und den Juffis pünktlich um 12.00 Uhr auf den Weg zum Bahnhof, was diesmal aufgrund einer echten Abkürzung viel schneller ging als beim letzten Mal. Im Zug stellten wir Mal wieder fest, dass die französischen Zugschaffner genauso wenig Ahnung von ihrem Job hatten wie die Deutschen. Was die letzten zwei Touren kein Problem gewesen war, nämlich Hin-und Rückfahrtickets für die ganze Gruppe im Zug zu kaufen, stellte sich jetzt als Riesenproblem heraus. Wir wurden beauftragt, unsere Tickets in Besançon selbst zu kaufen. Also gut! Da wir es relativ eilig hatten, verabredeten wir uns mit dem Ticket-Verkäufer auf einen Termin kurz vor der Rückfahrt und machten uns auf den Weg. Einige hatten sich auf TD´s Wetterprognose ”Heute regnet es definitiv nicht mehr“ verlassen und freuten sich des Lebens, als es zu regnen anfing und sie so richtig nass wurden. Dank fachkundiger Führung gelangten wir schnell zur Zitadelle von Besançon, auch wenn der Bus, der den Berg hochfuhr, gratis war, und ich bis heute nicht weiß, wieso wir ihn nicht nutzten.

In der Zitadelle angekommen, teilten wir Kleingruppen auf, die sich alles angucken konnten, wozu sie Lust hatten. Die Auswahl war riesig: Eine Ausstellung über den Widerstand gegen Hitler, Terrarium, Aquarium, Zoo, Rüstungen...

Wir Leiter gingen erst mal schön ein Käffchen trinken und ließen die Seele ein wenig baumeln. Danach teilten wir uns, und einige gingen in die Widerstands-Ausstellung. Die hatte es jedoch wirklich in sich. Der Eintritt war erst ab 10 Jahren erlaubt, und die Bilder, die man dort sehen konnte, habe ich bis heute noch im Gedächtnis. Es waren 23 Säle, aber nach 15 streckten wir die Waffen und gingen sehr bedrückt hinaus. Mehr konnte man nicht ertragen. Die Kinder erschienen jedoch sehr begeistert zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt und durften danach noch den Souvenir-Shop stürmen. Sonja H. und ich machten uns schon mal zu unserem Date mit dem Ticketverkäufer auf. Dieser Mann druckte uns tatsächlich 58 einzelne Fahrscheine aus, von denen ich die Hälfte dann auch noch entwerten sollte. Es war zu schön! Einige Kinder waren so müde, dass sie, sobald sie im Zug saßen, einschliefen.

Im Lager gab es dann zum Abendessen noch einmal Kaiserschmarrn, diesmal mit 90 Eiern zubereitet. Wir aßen uns so richtig satt. Abends hatten die Leiter dann noch ihren bunten Abend, und die Pfadis passten auf die Kinder auf. Gegen 0.00 Uhr neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu, und nach einige Diskussionen bezüglich drinnen oder draußen schlafen landeten alle schnell im Reich der Träume.

Sonja O.

Freitag, 15.08.03

Ich war gerade aufgestanden, als mich ein seltsames Treiben in der Juffi-Jurte schon völlig in seinen Bann zog. Sämtliche Juffis räumten ihre Rucksäcke aus dem Zelt, knüpften die Seiten-Planen ab... noch ehe ich alle anderen Leiter geweckt hatte, war das komplette Zelt abgebaut und säuberlich auf geordnete Haufen verteilt worden. Vor dem Frühstück. In der Jurte nebenan versuchten die Wölfis, es den Juffis gleichzutun, scheiterten jedoch am Chaos in der Jurte.

Wir Leiter waren total begeistert.

Nach dem verdienten Frühstück ging es mit Abbauen weiter: Die restlichen Zelte mussten verpackt, Schnüre sortiert, Müll entsorgt und aufgeräumt werden. Man war gut beschäftigt. Nach dem Mittagessen machten wir Leiterrunde, bei der die Kinder sich selber beschäftigen sollten, was mehr oder weniger gut funktionierte. Im Anschluss gab es noch eine Reflexion, bei der die Kinder dann aber keine Geduld mehr zeigten und sich vor der Tür ein bisschen zofften.

Dann begannen Christian und Mel mit dem Küchendienst. Es sollte Reispfanne geben. Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten behoben waren: ”Wie kocht man eigentlich Reis?“ – entwickelte sich die Sache ganz gut. Christian als einziges männliches Wesen in einem Haufen Weiber, die sich gegenseitig die Geschichten ihrer großen Lieben erzählten, voll in seinem Element. Wahrscheinlich dauerte es deswegen 2,5 h, bis es Essen gab. Christian und Mel kamen ziemlich kleinlaut mit dem Reistopf zum Haus geschlichen. ”Du, wir hatten da einen kleinen Unfall mit dem Pfeffer! Wir haben uns aber schon als Küchenteam voneinander verabschiedet!“. A ha! Die Reispfanne war so dermaßen scharf, dass die Kinder nach jedem Bissen direkt wieder was trinken mussten. Dass die unteren schichten angeblich erträglicher gewürzt waren, änderte den Gesamteindruck nur unwesentlich. Und so kam es, dass als Nachtisch Schokolade auf dem Speiseplan stand. Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass sie mir direkt aus der Hand gerissen würde (10 Tafeln) und es im Anschluss eine richtige Schlacht darum geben würde. Aber so waren die lieben kleinen wenigstens beschäftigt...

TD und Dicki packten nach dem Essen den Hänger, der Rest traf sich am Lagerfeuer zu einem bunten Abend. Die Wölfis führten uns ”Bernd, das Brot“ vor, die Juffis spielten ein Spiel, die Pfadis präsentierten das Feuerspucken und wir Leiter gaben eine neue Version von ”Riesenglück“ zum Besten.

Feuerspucken

Auf einmal ertönte der Ruf ”Da kommt ein Bus!“. Tatsächlich – unser Reisebus war angekommen. Beruhigt, dass unsere Rückfahrt für den nächsten Morgen gesichert war, schliefen wir ein letztes Mal unter freiem Himmel.

Sonja O.

Samstag, 16.08.03

Um 7.30 hieß es ”Aufstehen“! Für einige jedoch früher, da irgendein Gustl sein Handy auf 6.15 Uhr gestellt hatte und alle außer sich selber damit geweckt hatte.

Christian fuhr noch schnell Baguettes holen, machte sich dann aber direkt mit TD und Snethi auf den Heimweg. Da auch Jonas von seinen Eltern abgeholt wurde, machten wir noch vor dem Frühstück Reflexion und Abschlussrunde.

Nach dem letzten französischen Frühstück kam unser Platzwärter, um die Abrechnung zu machen. Von ihm erhielten wir noch kleinere Aufträge, z. B. die Mülltonnen ins Haus fahren. Ansonsten konnten wir relativ zügig unseren Bus beladen und machten uns um kurz nach 9.00 Uhr auf den Weg Richtung Heimat. Ich persönlich hatte das große Glück, direkt beim Busfahrer zu sitzen und mich die ersten 2 h Fahrt über die Vorzüge dieser speziellen Firma belehren zu lassen. Hurra! Nach 3,5 h gab es erst die 1. Pause, was zu einigem Frust und verschärften Einhalten führte. Wir stürmten die Klos der Raststätte, als wenn wir seit Wochen keine gesehen hätten. In dieser Pause gab es noch einmal Baguette für alle, und Sonja H. staubte für jeden eine Frisbee ab. Gegen 14.00 fuhren wir weiter. Im Bus wurden noch mal einige Fahrten-Hits zum Besten gegeben. Wohlbehalten und gut gelaunt kamen wir gegen 17.30 Uhr in Neuhonrath an, wo wir von den Eltern schon sehnsüchtig erwartet wurden. Nach der Abschlussrunde und einem ”Riesenglück“ fuhren alle nach Hause, endlich einer Badewanne und einem ordentlichen Bett entgegen. Wir Leiter machten abends noch einen Fahrten-Ausklang im ”Aggerschlösschen“, wo wir denen, die nicht dabei waren, viel zu erzählen hatten.

Sonja O.

The End


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